Shareware

Shareware Kurzdefinition

 Software, die für einen begrenzten Zeitraum (meist 30 Tage) in der Vollversion oder mit eingeschränktem Funktionsumfang getestet werden kann. Will man das Programm danach weiter benutzen, ist die (meist geringe) Registriergebühr fällig. Shareware ist also Test-Vor-Kauf Software.

 

 Was ist Shareware nun genau?

 Shareware ist ein Vermarktungsprinzip für Computerprogramme, das folgendermaßen gehandhabt wird: der Entwickler einer Software bietet sein Produkt auf verschiedene Art und Weise an. Er kann dazu eine eigene Internetseite benutzen, wo die Programme einfach heruntergeladen werden können oder er bietet sie Händlern zum Vertrieb an.

 Diese Händler verteilen das Programm für einen geringen Betrag. Der Kaufpreis sollte nur die Aufwandskosten für Diskette, Porto und ähnliches decken. Die Anwender wiederum prüfen das Programm auf seine Brauchbarkeit, d.h. sie prüfen, ob sie das Programm verwenden wollen und ob sie mit dem Programm zurecht kommen. Sagt ihnen das Programm zu und wollen sie damit dauerhaft arbeiten, so müssen sie sich für einen bestimmten Betrag beim Autor des Programms registrieren lassen. Der Registrierungsbetrag liegt meist zwischen 5.- und 100.- Euro.

 Die Anwender erhalten dafür oft eine verbesserte Vollversion, manchmal mit gedrucktem Handbuch und einen Updateservice, sowie Hilfe bei Unklarheiten in der Bedienung des Programms. Sollte das Programm nicht gefallen, so ist mit dem Löschen vom lokalen PC die Sache erledigt.

 

 Wie entstand Shareware?

 In den frühen 1970er Jahren kam den Amerikanern der Gedanke, Programme, die sie für sich erstellt hatten, auch anderen Anwendern zugänglich zu machen. Bei den meisten Programmen handelte es sich um Utilities, d.h. Zusatzprogramme, wie z.B. Terminkalender, Etiketten-Druckprogramme oder auch einfache Datenverwaltungsprogramme.

Sie boten den Anwendern für einen geringen Betrag, der nur die Unkosten für Disketten und Porto decken sollte, eine Prüfversion an. Dieses Konzept verbreitete sich sehr schnell und fand bei den Anwendern reges Interesse. Anfang der 1980er Jahre erreichte das Sharewarekonzept auch Deutschland, wobei jedoch hauptsächlich amerikanische Programme vertrieben wurden.

Mitte der 1980er Jahre konnte man erstmals deutsche Programme in den Katalogen der Sharewarehändler finden. Die Idee der Vermarktung von Programmen nach dem Sharewareprinzip fand auch in Deutschland großes Interesse.

Es bildeten sich immer mehr Händler, die diese Programme verteilen wollten und immer mehr Programmautoren, die ihnen ihre Programm zum Vertrieb anboten. Dabei war es den Händlern letztendlich jedoch egal, welche Software sie in ihren Katalogen aufnahmen. Bei vielen Programmen handelte es sich um schlechte Software, weil sich jeder, der ein bisschen programmieren konnte, dachte, mit diesem Konzept ein kleines Taschengeld verdienen zu können.

Letztendlich sind ja schließlich die Anwender die "Dummen", wenn sie schlechte Software kaufen, dachten sich wohl die Händler. Das Sharewareprinzip hatte somit bei manchen Anwendern einen negativen Eindruck hinterlassen.